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Unser Verständnis:
Sharing Values

Symrise trägt mit seiner Geschäftstätigkeit zur Erfüllung menschlicher Grundbedürfnisse nach Gesundheit und Ernährung sowie Pflege und Wohlbefinden bei. Die nachhaltige Ausrichtung unserer Produkte und Prozesse ist für uns ein selbstverständlicher Qualitätsanspruch, den wir konsequent verfolgen. Mit hoher Innovationskraft erfüllen unsere Mitarbeiter das Unternehmensversprechen „always inspiring more…“ jeden Tag aufs Neue – und fördern damit eine nachhaltige Entwicklung des Konzerns und seines gesellschaftlichen Umfelds. Dabei streben wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Rohstofflieferanten bis zum Endverbraucher – stets nach gemeinsamen Wegen und Lösungen, von denen alle profitieren. Diesen Ansatz nennen wir „Sharing Values“.


Gemeinsame Wege und Lösungen

Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil

Unsere Unternehmensstrategie ist konsequent auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Darunter verstehen wir den dauerhaft belastbaren Ausbau unseres Geschäfts unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Rahmenbedingungen, eine immer effizientere Produktion und ein Portfolio, das hilft, die Grundbedürfnisse einer wachsenden Weltbevölkerung zu befriedigen. Dafür formulieren wir Ziele entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Um etwa unsere Rohstoffversorgung langfristig zu sichern, treiben wir die Rückwärtsintegration in der Lieferkette kontinuierlich voran. Die verstärkte Kooperation mit vorgelagerten Wertschöpfungsstufen birgt dabei durch den unmittelbaren Zugang zu Rohstoffen deutliche Geschäftsvorteile für Symrise. Insbesondere durch den Erwerb der Diana Gruppe konnten wir im letzten Jahr unseren Zugriff auf nachhaltig erzeugte, natürliche Rohstoffe nochmals deutlich stärken. Gleichzeitig profitieren dadurch auch Natur, Produzenten und Verbraucher. Denn durch echte Pionierarbeit – zum Beispiel im Bereich der Vanille – schaffen wir neuartige Synergien zwischen allen Stakeholdern. Wir sind der Überzeugung, dass eine solche erweiterte Betrachtung über enge Unternehmensgrenzen hinaus sowohl unser Wachstum sichert und unsere Effizienz steigert als auch uns dazu befähigt, unser innovatives und nachhaltiges Produktportfolio weiter zu entwickeln.

Unsere Nachhaltigkeitsagenda

Um Nachhaltigkeit im Rahmen unserer integrierten Unternehmensstrategie fest in allen Pro­zessen zu verankern, haben wir 2014 begonnen, unsere Nachhaltigkeitsagenda weiter zu verfeinern. Wir haben hierzu vier Säulen definiert, mit denen wir unsere operativen Nachhaltigkeits­aktivitäten mit Blick auf unser Kerngeschäft bündeln:



Konsequent nachhaltiges Wachstum

Unsere Nachhaltigkeitsagenda

Footprint
Minimierung unseres ökologischen Fußabdrucks entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Innovation
Maximierung des sozialen und ökologischen Mehrwerts unserer Produkte

Sourcing
Maximierung der Nachhaltigkeit in unserer Lieferkette und bei der Beschaffung von Rohstoffen

Care
Schaffen bleibender Werte für unsere Mitarbeiter und unsere Standortgemeinden

Footprint:

Wir minimieren unseren ökologischen Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dadurch tragen wir auf der einen Seite zur Ressourcenschonung und Verringerung von Um­weltauswirkungen bei, und betreiben auf der anderen Seite aktives Risikomanagement. Zudem sparen wir Kosten durch Effizienzsteigerungen.

Innovation:

Wir maximieren den sozialen und ökologischen Mehrwert unserer Produkte. Durch die konsequente Beachtung von Nachhaltigkeitskriterien in der Produktentwicklung schaffen wir ressourcenschonende und geschäftssteigernde Effekte nicht nur innerhalb unserer eigenen Wertschöpfung, sondern können auch das Konsumentenverhalten positiv beeinflussen.

Sourcing:

Wir entwickeln die Beschaffung unserer Rohstoffe und deren Lieferketten nachhaltig. Eine langfristig stabile Versorgung mit qualitativ hochwertigen Rohstoffen steht hierbei ebenso im Mittelpunkt wie größtmögliche Transparenz und Kontrolle der ökologischen und sozialen Auswirkungen.

Care:

Wir schaffen bleibenden Wert für unsere Mitarbeiter und unsere Standortgemeinden. Neben der Stärkung der Infrastruktur und Gemeinschaft gewinnen wir neue Talente und steigern die Motivation unserer Mitarbeiter.

Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Herausforderungen und spezifischer Geschäftsanforderungen haben wir die Säulen für unsere verschiedenen Geschäftsfelder entsprechend operationalisiert. So haben unsere beiden Segmente Scent & Care und Flavor & Nutrition jeweils eigene, auf ihre wesentlichen Herausforderungen und Chancen zugeschnittene Ansatzpunkte entwickelt.

Ganzheitliches Wertegerüst

Gemeinsame Werte bilden die Grundlage für den nachhaltigen Erfolg von Symrise. Exzellenz, Kreativität und Engagement sind unsere Schlüssel für herausragende Leistungen und innovative Produkte. Unsere wirtschaftlichen Ziele verknüpfen wir dabei eng mit der täglichen Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft. Denn nur durch einen integren Umgang miteinander können wir einen bleibenden Mehrwert für alle schaffen. So ebnen unsere Werte uns den Weg, langfristig das erfolgreichste Unternehmen unserer Branche zu sein und wirtschaftlichen Erfolg, nachhaltige Unternehmensführung und gesellschaftliche Akzeptanz untrenn­bar miteinander zu verbinden.

Unsere Werte

  • Nachhaltigkeit
  • Exzellenz
  • Kreativität
  • Engagement
  • Integrität
  • Mehrwert

Integriertes Nachhaltigkeitsmanagement

Nachhaltigkeit in den Unternehmensprozessen steuern wir über unser integriertes Managementsystem. Es basiert auf den internationalen Standards zu Qualität (ISO 9001), Umwelt (ISO 14001), Arbeitsschutz (OHSAS 18001), Nachhaltigkeit (ISO 26000), Energie (ISO 50001), sozialer Verantwortung (SA 8000), den allgemein anerkannten Auditstandards der Global Food Safety Initiative (GFSI) sowie weiteren lokal anerkannten Standards.

Die konzernweite Verantwortung für das Nachhaltigkeitsmanagement liegt beim Symrise ­Sustainability Board, einem globalen und segmentübergreifenden Gremium, dessen Aufgabe es ist, Nachhaltigkeit kontinuierlich in unsere Kernprozesse zu integrieren und Nachhaltigkeits­ziele zu beschließen, die in den Geschäftsbereichen umgesetzt werden. Seit 2013 sind ein Teil dieser Nachhaltigkeitsziele Bestandteil der individuellen Zielvorgaben aller Führungskräfte. Vergütet werden unter anderem die Reduktion unserer CO2-Emissionen (Scope 1 und 2), die nachhaltige Ausrichtung unseres Innovationsprozesses oder der Bezug von Rohstoffen aus nachhaltigen Quellen. Das Sustainability Board kommt mehrmals im Jahr zusammen, um sicherzustellen, dass nachhaltigkeitsrelevante Themen und Belange wichtiger Stakeholdergruppen in der gesamten Wertschöpfungskette berücksichtigt werden. Gemeinsam mit den Vertretern der Stabsbereiche Corporate Compliance und Corporate Communications stellen die Nach­haltigkeitsverantwortlichen der beiden Geschäftssegmente Flavor & Nutrition und Scent & Care das sogenannte Sustainability Core Team, dem die operative Steuerung der Nachhaltigkeitsagenda obliegt. Das Team berichtet vierteljährlich direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Symrise AG. Daneben schärft ein weltweites Netzwerk freiwilliger Nachhaltigkeitsbotschafter das Bewusstsein für unsere Nachhaltigkeitsagenda: „Care Teams” tragen mit gezielten Initiativen in allen regionalen Headquarters des Unternehmens und an zahlreichen weiteren internationalen Standorten dazu bei, Nachhaltigkeit direkt vor Ort umzusetzen und so noch tiefer in unser tägliches Handeln zu integrieren. Unser erklärtes Ziel ist es, dass letztlich jeder einzelne unserer Mitarbeiter als Nachhaltigkeitsbotschafter agiert und sich seiner individuellen Rolle und seines möglichen Beitrags bewusst ist. Im Rahmen unserer Workshops „Next Level Sustainability“ erarbeiteten 100 Teilnehmer aus allen Bereichen ein gemeinsames Verständnis für verantwortungsvolle Geschäftstätigkeit und deren tägliche Ausgestaltung an ihrem Arbeitsplatz bei Symrise. Dadurch entwickeln wir unsere Vision einer nachhaltigen Zukunft weiter – innerhalb von Symrise und darüber hinaus.


Nachhaltigkeitsziele sind Bestandteil individueller Zielvorgaben.

Organisation des Nachhaltigkeitsmanagements

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Unsere zentralen Themen: Wesentlichkeitsanalyse

Eine entscheidende Rolle kommt dem Sustainability Board bei der Weiterentwicklung und Ausgestaltung unserer integrierten Unternehmensstrategie zu. 2014 führte es eine Überprüfung der strategischen Ausrichtung unseres Nachhaltigkeitsengagements durch. In diesem Rahmen wurden unsere Handlungsfelder überarbeitet und mit neuen Entwicklungen und Anforderungen wie der GRI G4-Richtlinie bezüglich unserer Berichterstattung abgeglichen. Basierend auf unserem Ansatz „Sharing Values“ haben wir unsere Handlungsfelder überarbeitet, nach ihrem „Wert für die Gesellschaft“ und „Wert für Symrise“ bewertet und die Themen mit dem größten Potenzial für eine gemeinsame Wertschaffung identifiziert.

Gleichzeitig wurden im Rahmen unseres am AA1000 Stakeholder Engagement Standard orientierten Stakeholdermanagements die Prioritäten unserer wichtigsten Anspruchsgruppen aufgenommen und mit unseren strategischen Handlungsfeldern abgeglichen. Im Rahmen einer weltweiten Online-Befragung identifizierten Symrise Mitarbeiter aus den Geschäftsbereichen und Zentral­funktionen, die in unmittelbarem Austausch mit unseren Stakeholdern stehen, die jeweilige Stakeholderrelevanz der Handlungsfelder. Ergänzt wurde dies durch vertiefende Interviews mit ausgewählten Repräsentanten, um Form und Intensität unserer Stakeholderkontakte zu evaluieren. Die Ergebnisse der Wesentlichkeits­analyse wurden im Rahmen eines Sustainability Board Meetings unter Teilnahme aller Geschäftsbereiche validiert und anschließend vom Vorstand bestätigt.

Die vorgenommene Wesentlichkeitsanalyse dient uns gleichzeitig als Strukturierung unserer Berichterstattung gemäß den GRI G4-Leitlinien: Zu Themen, denen ein hoher Wert sowohl für Symrise als auch für die Gesellschaft zugeordnet wurde, berichten wir vollständig. Über Themen, die eine hohe Relevanz in nur einer Dimension aufweisen, berichten wir mit mindestens einem Indikator. Über unsere Nachhaltigkeitsleistungen und Kennzahlen legen wir in unserer Nachhaltigkeitsbilanz umfangreich Rechenschaft ab.

Das Konzept des „Sharing Values“ ist das übergeordnete Leitmotiv unserer Geschäftstätigkeit: Wir schaffen Werte für alle, indem wir die Belange unserer Anspruchsgruppen auf allen Wertschöpfungsstufen der unternehmerischen Tätigkeit einbeziehen. Unsere Wesentlichkeitsanalyse hilft uns dabei, die Themen mit dem größten Potenzial für eine gemeinsame Wertschöpfung zu identifizieren. Auf den folgenden Seiten stellen wir unsere jeweiligen Ansätze und zentralen Ziele dar.

Ziel: Vorreiter bei nachhaltigen Produkten

Jedes einzelne der rund 30.000 verschiedenen Produkte von Symrise unterliegt strengen Nachhaltigkeitsanforderungen. Für jede strategische Produktgruppe erarbeiten wir ein individuelles Nachhaltigkeitskonzept – ein Anspruch, der in unserer Branche hervorsticht. Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konzentrieren wir vor allem auf die Kreation solcher Produkte, die zur Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse beitragen. Den Anteil an Produkten, die einen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden leisten, wollen wir kontinuierlich steigern. Dabei legen wir den Fokus auf grüne Chemie, natürliche Rohstoffe sowie auf ressourceneffiziente Produk­tionsverfahren und innovative Technologien. Unser Ziel ist, erdölbasierte Ausgangsstoffe soweit wie möglich durch erneuerbare zu ersetzen, beispielsweise durch blaue oder weiße Biotechnologie. Für diejenigen Ausgangsstoffe, wo dies nicht möglich ist, arbeiten wir gezielt an Verfahren, um den Anteil von Erdölderivaten zu minimieren.

Auch Diana leistet mit innovativen Produkten einen nachhaltigen Beitrag: zum Beispiel mit funktionalen Hydrolysaten, die den Fischfutterbedarf bei Aquakulturen um bis zu drei Viertel reduzieren können und so zum Kampf gegen die Überfischung der Weltmeere beitragen.

Der Anteil natürlicher Rohstoffe in unserem Portfolio beträgt bereits mehr als die Hälfte und steigt kontinuierlich. Eine vollständige Umstellung auf Rohstoffe natürlichen Ursprungs würde jedoch in vielen Fällen komplexe soziale und ökologische Folgewirkungen mit sich bringen: Eine stärkere Nutzung natürlicher Rohstoffe steht häufig in Flächenkonkurrenz mit der Lebensmittelproduktion und kann den Erhalt von Biodiversität durch Monokulturen gefährden. Syn­thetische Rohstoffe verbrauchen zudem in der Herstellung oft weniger Energie als der Anbau, die Ernte und der Transport der natürlichen Variante.

Unser Ziel ist daher nicht, vollständig auf Rohstoffe natürlichen Ursprungs umzustellen. Vielmehr wollen wir die Abhängigkeit von endlichen Rohstoffen weiter reduzieren. Dafür haben wir die Identifikation alternativer Verfahren zur Rohstoffgewinnung zu unserem Forschungsschwerpunkt gemacht. Für jedes Produkt versuchen wir, die jeweils nachhaltigste Lösung unter Berücksich­tigung des gesamten Lebenszyklus zu finden. Dabei verfolgen wir einen konsequenten Open-­Innovation-Ansatz und setzen auf eine enge Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen, Forschungsinstitutionen und Geschäftspartnern.

Innovative & nachhaltige Produktlösungen Effiziente Rohstoffnutzung Verwendung erneuerbarer Rohstoffe
Grafik anzeigen

* inklusive Diana

Höchste Produktstandards

Grundlage für den verantwortungsvollen Umgang mit Produkten und Produktionsprozessen sind unsere Produktsicherheitspolitik und die Good Manufacturing Practice, also die weltweit gültige Einhaltung klarer Richtlinien zur Qualitätssicherung von Produktionsabläufen und der Produktionsumgebung. Je nach Produktgruppe folgt Symrise hier unterschiedlichen Gesetzesvorgaben und Standards:

Aromen:

Wir halten uns an die allgemein anerkannten Vorgaben und Auditstandards der Global Food Safety Initiative (GFSI) sowie an weitere lokal anerkannte Standards zur kontinuierlichen Leistungsverbesserung. Mehr als 90 % unseres Produktvolumens wurden 2014 an Standorten gefertigt, die nach international anerkannten Lebensmittelsicherheitsmanagementsystemen zertifiziert sind. Bis 2015 werden wir alle Produktionsstandorte im Geschäftssegment Flavor & Nutrition nach GFSI anerkannten Standards zertifizieren.

Pharmazeutische Wirk- und Hilfsstoffe:

Aktive pharmazeutische Wirkstoffe (API), die für ein pharmazeutisches Endprodukt produziert werden, entsprechen bei Symrise den Good Manufacturing Practice (GMP)-Regeln der jeweiligen Pharmagesetze. Pharmazeutische Hilfsstoffe sind Materialien, die zwar in pharmazeutische Endprodukte eingearbeitet werden, aber keine aktive Wirkung besitzen. Für pharmazeutische Hilfsstoffe gibt es bisher keine bindende Richtlinie.

Kosmetische Grund- und Wirkstoffe:

Symrise stellt einen Großteil der kosmetischen Grund- und Wirkstoffe gemäß des „BRC Standard for Consumer Products“ her. Die Scent & Care Produktsicherheitspolitik von Symrise ist ein wesentlicher Teil des Integrierten Managementsystems. Darüber hinaus führt Symrise Risikoanalysen durch und arbeitet mit einem HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points)-System.

Gewährleistung höchster Produktsicherheit

Verantwortungsvolle Beschaffung

Bei der Herstellung unserer Produkte verwenden wir rund 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe aus über 100 Ländern. Den teils sehr unterschiedlichen Erwartungen unserer Stakeholder und der Vielzahl praktischer Herausforderungen begegnen wir mit unserem Responsible Sourcing Modell, das unter anderem eine zunehmende Rückwärtsintegration unserer Wertschöpfungsprozesse vorsieht. Ziel dieses Modells ist es, unsere Rohstoffversorgung langfristig zu sichern, indem wir auf eine kontinuierliche, enge Kooperation mit unseren Lieferanten, auf soziales und ökologisches Engagement vor Ort und auf strategische Partnerschaften mit unseren Schlüsselkunden setzen. Im Rahmen unserer erfolgreichen Strategie der Rückwärtsintegration haben wir bei der Wahl der Standorte unserer internationalen Produktionsstätten auch die lokale Verfügbarkeit der jeweils hauptsächlich eingesetzten Rohstoffe berücksichtigt. Unser Vanille-­Engagement in Madagaskar ist dafür ebenso Beleg wie die Förderung der nachhaltigen Entwicklung der französischen Lavendel- und Lavandin-Öl-Branche oder die Zusammenarbeit mit Karottenbauern in Frankreich, mit denen Diana gemeinsam besonders langfristige Fruchtfolgen entwickelte, um Bodenschäden zu minimieren.

Verantwortungsvolle Beschaffung

Auf diesem Wege sichern wir nicht nur unsere Rohstoffversorgung, sondern tragen auch zur ­lokalen Wertschöpfung in den jeweiligen Regionen bei und können unmittelbar beste Qualität bei einer größtmöglichen Rückverfolgbarkeit garantieren. Im Berichtsjahr gingen insgesamt 73 % unseres gesamten Einkaufsbudgets an Zulieferer, die im inländischen oder angrenzenden Umfeld unserer wesentlichen Unternehmensstandorte ansässig sind. Zusätzlich reduzieren wir transportbedingte Emissionen durch diese Rückwärtsintegration signifikant. Unser Musterbeispiel ist hierfür die Zwiebel, die als einer der Top-Rohstoffe in rund 6,2 % aller Symrise Produkte enthalten ist. Symrise kauft das Gemüse in der direkten Umgebung ein, schließt langfristige Verträge mit den Zulieferern und minimiert Transport-, Lager- und Energiekosten.


Die Symrise Zwiebel - ein Beispiel für Effizienz und Rückverfolgbarkeit

Nachhaltiges Lieferantenmanagement

Unabhängig von der Rohstoffquelle legen wir stets großen Wert auf einen nachhaltigen, effizienten Umgang mit Ressourcen – auch bei unseren Lieferanten. Mithilfe eines systematischen ­Managements stellen wir sicher, dass Lieferanten unsere Standards einhalten: So müssen neue Lieferanten sowohl Angaben zu den Themen Qualität, Produktsicherheit und Umwelt machen, als auch Auskunft geben zu ihrem Nachhaltigkeitsprogramm, zur Übernahme sozialer Verantwortung in ihrer Lieferkette und zur Berücksichtigung ethischer Standards. Die wahrheitsge­mäße Beantwortung des Fragebogens zur Lieferantenaufnahme ist die nicht verhandelbare Basis für das Zustandekommen einer Geschäftsbeziehung. Standards wie die Wahrung der allgemeinen Menschenrechte oder die Grundprinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sind Teil unseres konzernweiten Risikomanagements. Im Rahmen dessen nehmen wir systematische Risiko- und Performancebewertungen aller Lieferanten auf der Grundlage wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Aspekte vor.

Bei Lieferanten mit besonders ausgeprägtem Risiko, bei kritischen Rohstoffen oder bei offenkundig gewordenen Problemen führen wir Audits durch. Schwerpunkte sind Produktsicherheit, Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit, Gesundheit, Umwelt und soziale ­Verantwortung. Entsprechen Lieferanten nicht unseren definierten Standards, werden gemeinsam Verbesserungsmaßnahmen erarbeitet und eingeleitet. Können die verlangten ­Standards dennoch nicht eingehalten werden, wird die Geschäftsbeziehung beendet.

Lieferantenbewertung basierend auf SEDEX-Kriterien

Die internationale Plattform der Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX) ist ein wertvolles Werkzeug, mit dem wir Lieferanten leichter beurteilen und unsere eigenen Daten gegenüber Kunden offenlegen können. Seit 2006 veröffentlichen wir auf der Plattform Informationen zu Arbeitsbedingungen und Arbeitnehmerrechten, Gesundheit und Sicherheit, Umwelt und ethischen Geschäftspraktiken. Mittlerweile sind alle Produktionsstandorte von Symrise SEDEX-registriert. Seit 2012 haben wir auch unsere 250 wichtigsten Lieferanten dazu eingeladen, sich bei SEDEX zu registrieren und uns ihre Daten offenzulegen. Damit können wir heute mehr als 70 % unseres Einkaufsvolumens hinsichtlich der Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien in der Lieferkette bewerten. Ab 2015 werden auch Lieferanten von Diana mit aufgenommen.

Einhaltung der
Menschenrechte

Ressourcenschonende Produktion

Für Symrise als Unternehmen einer energie- und ressourcenintensiven Branche gehören Inves­titionen in ressourcenschonende Technologien und Prozesse zu den wichtigsten Maßnahmen für eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Unsere Investitionen sind deswegen eng an Prozesseffizienz und damit verbundene langfristige Kosteneinsparungen gekoppelt. Ein gutes Beispiel hierfür ist unser Neubau eines hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Kraftwerks in Holzminden.

Um unseren ökologischen Fußabdruck kontinuierlich zu optimieren, haben wir uns ehrgeizige Ziele gesteckt: Seit 2006 legen wir unsere CO2-Emissionen der unabhängigen ­Investoreninitiative CDP offen. 2014 wurde Symrise im Rahmen des Carbon Disclosure Leader­ship Index mit 96 von 100 Punkten als führendes Unternehmen des MDAX® im Sektor Energie und Rohstoffe ausgezeichnet. Das CDP bescheinigt Symrise, dass wir ökologische Risiken und Chancen in unser Kerngeschäft einbeziehen und externe Stakeholder umfassend und trans­parent darüber informieren. Zu­sätzlich erheben wir seit 2011 auch unsere indirekten Emissionen gemäß Scope 3 des GHG-Pro­tokolls. Aktuell erfassen wir sämtliche wesentlichen Scope 3 Emissionen. Mit etwa 90 % stellt dabei die vorgelagerte Herstellung von Rohstoffen den mit Abstand größten Anteil dar.

Die vollständige Analyse der eigenen Prozesse und deren Auswirkungen auf die Umwelt ist die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Umweltmanagement. Organisatorisch bündelt dies unser Tochterunternehmen TESIUM, das Umwelt-, Sicherheits- und Energieaspekte über den gesamten Lebenszyklus von Anlagen betrachtet. Ein wesentliches Instrument ist auch die Total Productive Maintenance (TPM). Auf dieser Basis erarbeiten Symrise Mitarbeiter Lösungen in 25 hierarchieübergreifenden Teams und mit über 52 TPM-Koordinatoren und setzen sie in die Praxis um. Seit 2007 realisierten wir dadurch fast 3.000 Verbesserungen und konnten stets unser Ziel einer jährlichen Effizienzsteigerung erreichen.

Gemeinsam mit unseren Kunden haben wir zudem mit der Initiative Symchronize™ ein inte­griertes Supply Chain Management etabliert, das die gesamte Wertschöpfungskette von der Rohstoffbeschaffung bis zum Endprodukt beim Kunden umfasst. Darüber identifizieren wir entsprechende Ansatzpunkte und Potenziale, um unseren Energie-, Wasser- und Ressourcenverbrauch sowie unsere Emissionen zu reduzieren. Zur Erreichung höchster Ressourceneffizienz entwickeln wir darüber hinaus eigene Technologien wie unser patentiertes SymTrap® Verfahren. Damit können wir geschmacksaktive Komponenten vollständig aus den Seitenströmen der Rohstoffverarbeitung herauslösen und so eine maximale und gleichzeitig energiesparende Ressourcenausbeute erzielen.

Unser Umweltmanagement basiert weltweit auf dem ISO 14001 Standard. Bereits mehr als 70 % unseres Verkaufsvolumens werden an ISO 14001 zertifizierten Standorten produziert. Der Stabs­bereich Corporate Compliance koordiniert das globale Umweltmanagement. Er entwickelt gemeinsam mit den jeweiligen Unternehmensbereichen Richtlinien und Verfahrensanweisungen aus den vom Vorstand definierten globalen Grundsätzen und überprüft die Einhaltung der gesetz­lichen Vorgaben und Selbstverpflichtungen.

Ressourcenschonung &
Emissionsreduzierung
Exzellenz in der
Supply Chain
Anlagensicherheit

Biodiversität

Die Natur mit ihrer Artenvielfalt ist für uns eine unersetzbare Quelle natürlicher Rohstoffe und ­Inspiration für neue Aromen und Düfte sowie für funktionelle Wirk- und Inhaltsstoffe. Der Erhalt der Artenvielfalt ist somit im ureigenen Interesse unserer Industrie. Zur Erörterung branchen-­spezifischer Fragen zur Auswirkung unserer Geschäftstätigkeit auf die Biodiversität nahmen wir bereits 2011 und 2012 an einem Biodiversity-Check durch den Global Nature Fund teil. Des dort aufgezeigten Handlungsbedarfs haben wir uns angenommen und ein Biodiversitätskonzept entwickelt. Es basiert auf drei Säulen: der nachhaltigen Beschaffung von natürlichen Rohstoffen, der naturgebundenen Gestaltung der Standorte sowie der Sensibilisierung der Mitarbeiter für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Zur operativen Ausgestaltung haben wir 2014 eine strategische Partnerschaft mit dem Global Nature Fund (GNF) und der Union for Ethical BioTrade (UEBT) geschlossen. Ziel hierbei ist neben der Durchführung von Maßnahmen zur naturnahen Gestaltung unseres Standorts in Holzminden und einer detaillierten Analyse unserer strategischen Lieferketten insbesondere die Identifikation konkreter Geschäftsnutzen durch ein umfassendes Bio-diversitätsmana­gement.

Biodiversität

Vielfalt

Die Vielfalt unserer Mitarbeiter bereichert Symrise dank verschiedener Sichtweisen, Kultur­einflüsse und Erfahrungen. Für uns ist Diversität dabei nicht einfach nur eine Frage der Toleranz. Verschiedene Meinungen, die multikulturelle Abwechslung sowie soziale Variationen des Zusammenlebens sind für uns unverzichtbare Quellen von Inspiration, Kreativität und Ideen. Für einen nachhaltigen Geschäftserfolg sind wir darauf angewiesen, diese Vielfalt zu nutzen und in unsere Strukturen zu integrieren. Nur so können wir unserem formulierten Ansatz „Sharing Values“ gerecht werden.

Um dieses Potenzial zu fördern, gilt bei uns stets: Gleichberechtigung aufgrund gleicher Quali­fikation. Unsere Mitarbeiter sollen unabhängig von Geschlecht, sexueller Identität, Alter, Herkunft, Religion und Behinderung die gleichen Chancen haben. Der überwiegende Teil unserer Mitarbeiter und Führungskräfte stammt aus dem jeweiligen Land der Unternehmensstandorte von Symrise. Gleichzeitig fördern wir interkulturelle Vielfalt gezielt mit Personalentwicklungsmaßnahmen. Zudem zählt zu unseren Diversity-Bemühungen auch ein ausgewogener Frauen­anteil. Weltweit sind 38 % der Mitarbeiter von Symrise (inklusive Diana) weiblich.

Vielfalt &
 Chancengleichheit

Transparente Berichterstattung

Die Nachhaltigkeitsbilanz von Symrise orientiert sich an den 2013 überarbeiteten G4-Richt­linien der Global Reporting Initiative (GRI). Neben allgemeinen Standardangaben werden dort entlang einer Vielzahl generischer GRI-Aspekte verschiedene Indikatoren für die Berichterstattung zu ökonomischen, sozialen und ökologischen Themen vorgegeben. Die Auswahl, zu welchen Aspekten berichtet wird, liegt dabei in der Verantwortung des jeweiligen Unternehmens ­unter Berücksichtigung der Grundsätze der GRI bezüglich Berichtsinhalten und -qualität. Basis für die Schwerpunktsetzung unserer Berichterstattung bildet die 2014 durchgeführte Wesent­lichkeits­analyse, bei der wir eine Priorisierung unserer strategischen Handlungsfelder vorgenommen haben. Zu Themen, denen dadurch eine hohe Wesentlichkeit zugeordnet ­wurde, be­richten wir vollständig (GRI-Option „Umfassend“), zu Themen mit einer mittleren Wesentlichkeit berichten wir mit mindestens einem Indikator (GRI-Option „Kern“).

Symrise setzt mit seinem Ansatz „Sharing Values“ auf ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Dies drückt sich sowohl in unserer Unternehmensstrategie als auch in unseren Unternehmenswerten aus und nimmt maßgeblich Einfluss auf die Gestaltung von Produkten und Prozessen. Die fortschreitende Integration von Nachhaltigkeit und Geschäft spiegelt sich auch in unserer kombinierten Berichterstattung. Zum ersten Mal haben wir unsere Nachhaltigkeitsinformationen gemäß dem AA1000 Assurance Standard einer externen betriebswirtschaftlichen Prüfung unterzogen. Die Prüfung bezieht sich auf alle quantitativen und qualitativen Nachhaltigkeitsinformationen.

In unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung folgen wir den G4-Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) „In Übereinstimmung – Umfassend“. Das heißt, wir legen zu allen wesentlichen Themen vollständig Rechenschaft ab. Den Prozess und das Ergebnis unserer Wesentlichkeitsanalyse, unsere strategische Nachhaltigkeitsagenda und unsere Grundsätze beschreiben wir im folgenden Kapitel. Alle quantitativen und qualitativen Informationen stellen wir gesammelt unter ub2014.symrise.de/nachhaltigkeit zur Verfügung. Zusätzlich erfüllen wir dort auch die Anforderungen einer Communication on Progress im Rahmen des UN Global Compact, der weltweit größten freiwilligen Initiative zur unternehmerischen Verantwortung.


AA1000 AS

Alle quantitativen und qualitativen Nachhaltigkeitsinformationen wurden nach dem international anerkannten Standard AA1000 AS geprüft und extern verifiziert. Eine entsprechende Prüfbescheinigung findet sich hier

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