Strategie und Analyse | G4-2

Beschreibung der wichtigsten Auswirkungen, Risiken und Chancen

Wir sind überzeugt, dass wirtschaftlicher Erfolg, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Akzeptanz untrennbar miteinander verbunden sind. Die Unternehmensstrategie von Symrise beruht auf den drei Pfeilern Wachstum, Effizienz und Portfolio. Sie bezieht auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. Im Sinne unserer integrierten Unternehmensstrategie werden sie von Zielen und Maßnahmen entlang der vier Säulen Footprint, Innovation, Sourcing und Care unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten präzisiert und ergänzt. So machen wir Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil unseres Geschäftsmodells und zu einem klaren Wettbewerbsvorteil.

Wir sind uns unserer ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen auf die Gesellschaft bewusst. So nehmen wir beispielsweise als global tätiges Unternehmen mit einer weltweiten Beschaffungsstruktur eine wichtige Rolle für Klimaschutz und Ressourcenschonung ein. Die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit im Kontext von Nachhaltigkeit und die Erwartungen der Stakeholder an Symrise haben wir systematisch anhand einer Wesentlichkeitsanalyse bewertet (siehe auch G4-18-22).

Um die mit unseren Nachhaltigkeitsherausforderungen verbundenen Chancen und Risiken zu identifizieren, haben wir ein konzernweites Risikomanagementsystem etabliert. Dieses schließt nachhaltigkeitsrelevante Themen als Unterkategorie fast aller anderen Risikokategorien – von den Umfeld- und Branchenrisiken über die Beschaffungs- und Produktrisiken bis hin zu den Betriebsrisiken – mit ein.

Ein Beispiel für die Relevanz unseres nachhaltigkeitsbezogenen Risikomanagements ist der fortschreitende Klimawandel: Veränderte klimatische Bedingungen und damit verbundene Schwankungen in der Verfügbarkeit natürlicher Rohstoffe können einen direkten Einfluss auf unsere Lieferkette haben und stellen ein Beschaffungsrisiko dar. Konsequenterweise haben wir dieses Risiko erfasst und in unserer Beschaffungsstrategie adressiert.

Bis 2020 haben wir uns klare Geschäftsziele gesetzt: wir möchten ein jahresdurchschnittliches Umsatzwachstum von 5-7%, eine jährliche EBITDA-Marge von 19-22% und einen Umsatzanteil der Emerging Markets mit 50% erreichen. Unsere wirtschaftlichen Ambitionen werden dabei von Zielen und Maßnahmen entlang unserer Nachhaltigkeitsagenda ausgestaltet:

Tabelle zeigen
Selbstverpflichtung Ziel 2020 Status 2014
Footprint Beitrag zum Klimaschutz
Wir verringern unsere Emission von Treibhausgasen.1
-33% -19,38%
Prozessausbeute steigern
Wir reduzieren den Produktverlust über das Abwasser.1
-33% -18,21%
Ressourceneffizienz erhöhen
Wir reduzieren unsere sensitiven Abfälle1
-33% -29,28%
Innovation Innovationskraft
Die Anzahl Patente, die wir einreichen.
>25 33
Verantwortungsbewusste Innovation Wir integrieren Belange der Biodiversität in unsere F & E-Aktivitäten und Beschaffungspolitik und schulen relevante Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette. Strategische Partnerschaft mit der Union for Ethical BioTrade und dem Global Nature Fund.
Sourcing Nachhaltige Rohstoffbeschaffung 100 % unserer Hauptlieferanten wollen wir nach Nachhaltigkeitskriterien bewerten 70 % unserer Hauptlieferanten bewerten wir nach Nachhaltigkeitskriterien.
Rückwärtsintegration und Erhalt der Biologischen Vielfalt 100 % der uns direkt beliefernden Anbauer bewerten wir hinsichtlich ethischer Kriterien und Biodiversität. Begründung einer strategischen Partnerschaft mit der Union for Ethical BioTrade und dem Global Nature Fund.
Care Arbeitgeber erster Wahl Wir verringern kontinuierlich die ungewollte Mitarbeiterfluktuation. <4,8% 4,8%
Gesundheit und Sicherheit
Wir erhöhen kontinuierlich die Arbeitssicherheit und engagieren uns für die Gesundheit unserer Mitarbeiter.2
MAQ 2,0 MAQ 4,8

1 Unsere Basis ist das Jahr 2010 (ohne Diana), es handelt sich um über die Jahre kumulierte Reduktionswerte normiert durch die Wertschöpfung.
2 MAQ= Meldepflichtige Arbeitsunfälle ( > 1 Arbeitstag) x 1 Mio. /Arbeitsstunden. Die Werte verstehen sich inklusive Diana.

Hinsichtlich unserer Ziele sind wir auf einem guten Weg. Die Auszeichnungen, die wir 2014 in den verschiedensten Bereichen erhielten, zeugen davon ("Auszeichnungen"). Dennoch gibt es auch immer wieder Herausforderungen, auf die wir stoßen, an denen wir wachsen können aber auch arbeiten müssen. So konnte im Bereich Care 2014 trotz intensiver Anstrengungen die Quote unserer Arbeitsunfälle nicht reduziert werden. Wir haben deswegen unsere Anstrengungen hier verstärkt und ein Maßnahmenpaket ins Leben gerufen, um unser Ziel 2020 zu erreichen. Mit Blick auf unsere Ziele im Bereich Footprint und Sourcing stellte die Akquisition von Diana 2014 besondere Anforderungen. Aufgrund unterschiedlicher Erfassungsmethoden und –systeme gelang es uns im Berichtszeitraum noch nicht unsere Umweltberichterstattung und –zielverfolgung zu harmonisieren. Auch hinsichtlich der gemeinsamen Lieferantenbewertung basierend auf SEDEX Kriterien sehen wir noch Nachholbedarf, den wir 2015 verstärkt angreifen.